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Bücher 9 Min. Lesezeit

„Hier bei Annchen war es herrlichst“

Anne Weil, Hannah Arendts „beste Freundin“ aus Königsberger Tagen, lebte eine Zeitlang in Luxemburg, wo die Politologin sie zweimal besuchte

Erschienen in Ausgabe Juli 2026
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„Hier bei Annchen war es herrlichst“

Mitte der fünfziger Jahre bricht Hannah Arendt zu einer längeren Vortragsreise nach Europa und Israel auf. Seit über zehn Jahren lebt Arendt zu diesem Zeitpunkt bereits mit ihrem Ehemann, dem Philosophen Heinrich Blücher, in New York. Es ist nicht das erste Mal, dass sie auf den alten Kontinent zurückkehrt. 1949, wenige Jahre nach Kriegsende, ist sie wieder in London, Paris, Basel und Freiburg, wo sie nicht nur alten Bekannten wie dem Philosophen Karl Jaspers in der Schweiz erstmals seit Kriegsausbruch wieder begegnet, sondern bekanntlich ihre Vorkriegsaffäre mit dem im Nazi-Regime kompromittierten Philosophen Martin Heidegger wieder aufflammen lässt. Inzwischen verbringt Arendt …

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