Seit Beginn meines Berufslebens in Luxemburg hat ein Begriff unserer Verwaltungskultur meine Aufmerksamkeit immer wieder auf sich gezogen: die Vereinfachung von Verfahren. Anfangs hielt ich diesen Ausdruck für fast schon banal. Er schien mir kaum mehr als eine rituelle Floskel des politischen Diskurses zu sein – ein Satz, den man erwähnen musste, um ihn anschließend diskret ad acta zu legen. Doch mehr als ein Jahrzehnt später stelle ich fest, dass dieser Begriff nach wie vor als bedeutendes politisches Ziel in Wahlprogrammen, Verwaltungsfortbildungen und der öffentlichen Debatte präsentiert wird. Gleichzeitig haben die Verwaltungen, die sich für die Vereinfachung einsetzen, einen Rat …
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