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Blog 5 Min. Lesezeit

Blog du 21 aout 2026

Personalien Luc Emering, DP-Abgeordneter und Vizepräsident des parlamentarischen Umweltausschusses, verpasste vergangenen Freitag im 100,7-Interview die Gelegenheit, Premier und Umweltminister von der CSV zu…

Erschienen in Ausgabe August 2026
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Personalien

Luc Emering,

DP-Abgeordneter und Vizepräsident des parlamentarischen Umweltausschusses, verpasste vergangenen Freitag im 100,7-Interview die Gelegenheit, Premier und Umweltminister von der CSV zu zusätzlichen politischen Engagements zur Senkung des CO2-Ausstoßes aufzufordern. Was der CSV- Abgeordnete Paul Galles, Präsident des Kammer-Ausschusses, zwei Tage zuvor getan hatte. Emering stattdessen bescheinigte der Regierung, dass sie „so viel in Transition und Klimaschutz investiert wie nie“. Offenbar nicht gut vorbereitet auf das Interview, meinte er am Ende, ein Ansatz könne darin bestehen, die Leute „zu sensibilisieren, weniger zu reisen, weniger Fleisch zu essen“. Dass die DP das auch so sieht, ist nicht sicher (Foto: sb). pf

Marc Baum,

Linken-Abgeordneter, kam am Mittwoch in RTL-Télé auf die Studie zurück, die in seinem Auftrag die Cellule scientifique des Parlaments zu den Renten erstellt hat. Und ermittelte, dass Männer im Dezil mit den höchsten Pensionen statistisch eine um sechs Jahre höhere Lebenserwartung haben als die im niedrigsten Dezil, und dass Erstere im Schnitt fünf Jahre länger in Rente sind als Letztere (d’Land, 7.8.2026). Baum glaubt, das habe „weniger mit der Penibilität der Arbeit“ während der aktiven Zeit zu tun, „als mit der Zeit in Pension, ob man da einer Existenzangst ausgesetzt ist oder eine vie en rose hat“. Das ist Spekulation, so eine Untersuchung hat die Cellule scientifique nicht angestellt. Aber vielleicht gibt jemand eine in Auftrag. pf

Gesundheit

Kommen und Gehen

Vielleicht gilt ab Ende Oktober „Staatsmedizin“. Seit mehr als dreieinhalb Jahren schon gilt „Staats-Psychotherapie“. CNS und Therapeutenverband Fapsylux hatten sich nicht auf eine Konvention einigen können, vor allem nicht auf Tarife. Im Herbst 2022 erklärte der damalige LSAP-Sozialminister Claude Haagen im RTL-Radio: „Elo geet et duer!“, und legte Tarife per Verordnung fest. Sie gelten seit Ende Januar 2023. Eine Verordnung als Ersatz-Konvention dagegen gibt es nicht. Stört das? Die CNS erklärt, eine Konvention für die Psychotherapie würde „vor allem administrative Abläufe“ festlegen. Die Rückerstattung der Leistungen werde in den Statuten der CNS geregelt. Für die Tarife gibt es die Verordnung. Dennoch werde Psychotherapie „auf die Tagesordnung einer der nächsten Sitzungen des Verwaltungsrats“ der CNS kommen. Mit der Fapsylux habe es „Vorgespräche“ gegeben.

Fapsylux-Präsidentin Catherine Richard sagt dem Land, Gespräche hätten 2024 stattgefunden. Sie seien „sehr gut verlaufen“ und am 8. November 2024 zu Ende gegangen. Seitdem liege der Konventions-Entwurf bei der CNS zur abschließenden juristischen Prüfung. Was seitdem geschah? „Wir haben oft nachgefragt“, so Richard. Die jüngste Auskunft der CNS habe gelautet, zunächst müsse die Situation mit der AMMD geklärt werden. Allerdings hatte diese die Konventionen für die Ärztinnen und Zahnärzte Ende Oktober 2025 gekündigt, ein Jahr nach Abschluss der Gespräche mit der Fapsylux. Wieso es in dieser Zeit nicht weiterging, „darauf bekamen wir keine richtige Antwort“. Die Psychotherapie funktioniere im Moment, „aber für uns ist klar, wir brauchen eine Konvention. Zum Beispiel, um das Bezahlsystem PID nutzen zu können“.

So dass abzuwarten bleibt, ob sich bald etwas tut. Und ob vielleicht die Staats-Psychotherapie geht, wenn die Staatsmedizin kommt (Foto: sb). pf

Fortpflanzung mit Gesetz

Das Gesundheitsministerium präzisierte diese Woche, dass seit 2024 ein auf Bioethik spezialisierter Jurist eingestellt wurde, der in diesem Bereich den Handlungsspielraum für den Gesetzgebers untersucht und seine Analyse an die Ethikkommission weitergeleitet hat. Der Rechtsgelehrte habe zudem die Gründe für das Scheitern früherer Gesetzesinitiativen ermittelt, um den Gesetzentwurf zur künstlichen Befruchtung PMA) voranzubringen. Darüber hinaus habe das Ministerium von Martine Deprez (CSV) an Änderungsanträgen zum Gesetzentwurf „über die Regelung des Zugangs zur eigenen Herkunft im Rahmen einer Adoption oder einer medizinisch assistierten Fortpflanzung mit Drittspender“ mitgewirkt. Somit arbeite das Gesundheitsministerium dem Justizministerium bei der Ausarbeitung des PMA- Gesetzentwurfs seit zwei Jahren zu – anders als der Artikel „Die Bioethik-Lücke“ im Land von vergangener Woche (Ausgabe vom 14.8.)vermuten lassen könnte. Weitere Analysen würden das seit drei Wochen vorliegende Gutachten der Ethikkommission berücksichtigen. sm

Mehr IRM-Analysen

78,1 Prozent aller IRM-Analysen wurden voriges Jahr innerhalb von höchstens 60 Tagen vorgenommen, davon 20 Prozent innerhalb von 15 Tagen. Das geht aus der Carte sanitaire 2025 hervor, die das Observatoire national de la santé herausgegeben hat. Mit dem Hinweis, dass die Wartezeiten zwischen 2023 und 2025 stabil blieben, aber die Zahl der Analysen um 27,2 Prozent auf 121 576 wuchs. Die höhere Nachfrage sei „wirksam absorbiert“ worden, vor allem durch erweiterte Öffnungszeiten. Die gestiegene Nachfrage wirft Fragen auf. Etwa, wie viele Analysen tatsächlich nötig waren und was für eine Wartezeit unter welchen Umständen medizinisch vertretbar ist. Mangels „strukturierter Daten“ seien solche „qualitativen“ Einschätzungen leider nicht möglich, bedauert das Observatorium. pf

Wirtschaft

« Double trahison »

Les syndicats OGBL et LCGB s’insurgent cette semaine devant ce qu’ils qualifient de « double trahison ». La société Kyndryl accueillant le service informatique de la BIL, 130 employés et leurs ordinateurs, procède à un plan social touchant 24 postes de travail. Le management de Kyndryl Luxembourg, au courant depuis le 9 juillet, n’en aurait pas informé la direction de l’établissement détenu à 90 pour cent par Legend Holdings (intérêts chinois) et à dix par l’État. « Kyndryl fragilise non seulement la confiance des salariés de la BIL appelés à rejoindre l’entreprise, mais aussi celle de ses propres salariés, directement concernés par le plan social », écrivent les syndicats. Contactée par le Land, la BIL précise que ses salariés transférés au 1er septembre bénéficient d’une protection de l’emploi pendant deux ans. Au ministère des Finances, l’on comprend aussi que les salariés repris ne seront pas impactés. L’emploi de la BIL était resté plutôt stable sous l’actionnaire chinois, passant de1 844 salariés au Luxembourg en 2017 à 1 827 fin 2025. Il chutera donc considérablement en 2026. Kyndryl Luxembourg employait 216 personnes à la fin de l’année dernière. pso