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Bühne 3 Min. Lesezeit

Begegnung mit dem Tod auf der Bühne

Die erste Produktion der Saison im November im TOL befasst sich mit der Auseinandersetzung mit dem Tod – im Kabarett „Toute dernière fois“!

Erschienen in Ausgabe November 2025
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Der Titel mag zunächst verwirren oder sogar Unbehagen auslösen. Doch die Beschreibung der Vorstellung im Theaterprogramm beruhigt. „Denn was ist der Tod schließlich anderes als ein wunderbarer Vorwand, das Leben noch mehr zu genießen?“ Das fünfköpfige Schauspielerensemble, am Klavier begleitet von Jean Hilger, hat rund dreißig Texte verschiedener Autoren ausgewählt, darunter vor allem von Humoristen (Pierre Desproges, Raymond Devos) und Sängern (Jacques Brel, Jacques Higelin). Sie haben sich für eine kollektive Inszenierung entschieden, unter der diskreten Leitung von Aurore Brugnera.

Diese gut eingespielte Truppe (Félix Adams, Aude-Laurence Biver, Steeve Brudey Nelson, Véronique Fauconnet und Colette Kieffer), die sichtlich Freude am Spielen hat, entführt das Publikum in die Irrwege verschiedener Situationen, die mal für herzhaftes Lachen sorgen oder ein dezentes Lächeln hervorrufen. Sie bringt das Talent der verschiedenen Schauspieler und Schauspielerinnen zur Geltung, die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf sich zu ziehen. Die Vorstellung verläuft meist in einem gleichmäßigen Rhythmus, ohne dabei zu sehr ins Tempo zu geraten.

Die wenigen Soloszenen, insbesondere bei gesungenen Texten, fügen sich geschickt in die vielbeachteten Gruppenszenen ein. Besonders beeindruckend ist das Talent dieser Künstler in einem eingespielten Ensemble, das das Talent und das Engagement jedes Einzelnen nicht in den Hintergrund drängt. Die Texte versetzen die einen in fast schon banale Situationen, die durch unerwartete Höhepunkte aufgepeppt werden, andere wiederum bewegen sich im Unerwarteten oder Absurden. Die Anspielung auf den Tod kehrt zwangsläufig immer wieder, oft, um darüber zu lachen und sich darüber lustig zu machen.

Um die Vielzahl von Situationen – die von Manu Nourdin nüchtern in Szene gesetzt werden – einzurahmen, die alle am Rande des Todes stehen, entscheidet sich die Bühnenbildnerin Anouk Schiltz für einen breiten Bühnenhintergrund, der großzügig mit einem seidigen schwarzen Stoff verkleidet ist und zwei auf den ersten Blick verborgene Ein- und Ausgänge aufweist. In der Mitte erscheint gelegentlich ein mit kleinen Lichtern gesäumter Rahmen, um bestimmte Elemente besonders hervorzuheben. Das Kostümdesign, ebenfalls von Anouk Schiltz entworfen, zeichnet sich durch seine Eleganz aus, wobei das Schwarz manchmal durch dezente Pailletten akzentuiert wird.

Der Tod ist zwar durch zahlreiche Anspielungen stets präsent, wird jedoch durch die Lebhaftigkeit der Schauspieler und durch eine gewisse räumliche Trennung – die Bühne auf der einen Seite, der Zuschauerraum auf der anderen – auf Distanz gehalten. Die einen sprechen den Tod an, während die anderen zuhören. Das aufmerksame Publikum fühlt sich schließlich beruhigt. Manche Texte berühren, andere sensibilisieren für ein Thema, das manche lieber auf Distanz halten, was durch das Lachen, das bestimmte dargestellte oder angedeutete Situationen hervorrufen, noch erleichtert wird.

Das Kabarett „Toute dernière fois !“ entführt den Zuschauer in eine Auseinandersetzung mit einem zwar ernsten Thema, geht dabei jedoch behutsam vor – durch Worte und theatralisches Spiel –, was mal ein herzhaftes, mal ein zurückhaltendes Lachen hervorruft, manchmal auch einen kurzen Moment des Nachdenkens, der jedoch schnell im mitreißenden Theatergeschehen untergeht.

Im TOL am 21., 22., 26., 27., 28. und 29. November um 20 Uhr sowie am 23. November um 17 Uhr