Diese Ausgabe des Festivals von Avignon erwies sich in diesem hitzegeplagten Sommer als ein eher verhaltener Jahrgang. Es gab zwar keine Aufführungen, die in die Geschichte eingehen werden, doch in Zeiten des Klimawandels, der politischen Abkühlung, sinkender Fördermittel und eines zügellosen Individualismus sind partizipative Produktionen zu beobachten, die ganz im Zeichen eines interaktiven Theaters stehen, das die Mitwirkung und Solidarität des Publikums fordert. In „Ein Prozess nach dem Stück ‚Ein Volksfeind‘ von Henrik Ibsen“ wählt Christiane Jatahy elf Zuschauer aus, um eine Jury zu bilden, die über Dr. Thomas Stockmann zu urteilen hat, der sich schuldig gemacht hat, die Verunreinigung …
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