Qais isst ein Paratha im Bahnhofsviertel – etwas langsamer, weil er es gewohnt ist, nur mit der rechten Hand zu essen. Als die Taliban im August 2021 nach Kabul marschierten, entschloss er sich zur Flucht. „Ich stand der Regierung nahe, gab an Samstagen Kickboxingtraining an der Polizeischule“, sagt der 28-Jährige. An den Wochentagen studierte er Agrarwissenschaften an der Universität Kabul. Außerdem habe es Konflikte in der Familie gegeben: Sein Vater stammt aus der Bevölkerungsgruppe der mehrheitlich Persisch sprechenden Tadschiken, seine Mutter aus der Gruppe der Paschtunen, deren Bruder sich den Taliban anschloss. Seine Familie trug Geld zusammen, um die Flucht …
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