Zwischen Close Encounters of the Third Kind und Disclosure Day liegen fast fünf Jahrzehnte – und doch erzählen beide Filme von derselben Obsession. Steven Spielbergs Kino interessiert sich nur vordergründig für Außerirdische. Tatsächlich sind seine Besucher aus dem All stets Figuren einer Grenzerfahrung: Sie markieren den Augenblick, in dem eine scheinbar stabile Wirklichkeit ihre Selbstverständlichkeit verliert. Das Fremde erscheint dabei weniger als ein biologisches oder technisches Rätsel, denn als kulturelle Zumutung. Es stellt nicht die Frage, was dort draußen existiert, sondern was mit einer Gesellschaft geschieht, wenn die ihr vertrauten Kategorien nicht länger ausreichen, die Welt zu ordnen. Besonders eindrücklich …
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