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Feuilleton 7 Min. Lesezeit

Eine Reise durch Raum und Zeit

Flâneries (3)

Erschienen in Ausgabe August 2026
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Das Eisenbahnviadukt markiert eine Grenze © Sven Becker

Le Brill beginnt mit einem Paradoxon. Als ehemaliges Sumpfgebiet brachte es Esch lange Zeit den Beinamen „die Schlechte“ ein. Heute ist es zum am dichtesten besiedelten Stadtteil Luxemburgs geworden. Dort, wo das Wasser Landwirtschaft und Bebauung verhinderte, hat sich die Stadt verdichtet. In nur wenigen Straßen überlagern sich Zeitdimensionen, die die Stadtplanung lieber voneinander trennen würde. Eine Arrival City, in der Café-Zimmer oft eher eine erste Anlaufstelle als eine Wohnung darstellen. Ein Arbeiterviertel. Ein Laboratorium der kulturellen Gentrifizierung mit der Konschthal und Cultures of Assembly. Einwanderung, Prekarität, Kultur und Kapital bilden hier keine aufeinanderfolgenden Phasen, sondern einen permanenten Zustand. Walter …

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