Die Arbeitgeberverbände werfen den Gewerkschaften gerne vor, sie seien nicht repräsentativ genug. Dabei muss man feststellen, dass die Handelskammer in dieser Hinsicht nicht gerade ein Vorbild ist. In fünf der sechs Gruppen fanden keine Wahlen statt, sondern die Arbeitgeberverbände teilten die Sitze untereinander auf. Nur in der „Gruppe 1“ hat eine Überraschungskandidatur für Unruhe gesorgt und eine Wahl ausgelöst. Von den 34.770 Angehörigen dieser Gruppe (die „Handel und sonstige nicht gesondert bezeichnete gewerbliche Tätigkeiten“ umfasst) haben sich lediglich 556 registriert. Die Ergebnisse wurden diese Woche bekannt gegeben. Der unabhängige Kandidat Karim Aknine (Inhaber eines auf Recycling und erneuerbare Energien spezialisierten Unternehmens) landete auf dem letzten Platz und erhielt lediglich 64 Stimmen. Auf Anfrage von Land erklärte er, die Ergebnisse anzuerkennen und „den gewählten Kandidaten zu gratulieren“. Seine Kandidatur sei kein Zeichen des Protests gewesen, sondern habe im Gegenteil darauf abgezielt, „unsere Zusammenarbeit mit der Handelskammer weiter zu vertiefen“. Fernand Ernster, der Vorsitzende des Arbeitgeberverbandes, belegte in Gruppe 1 den ersten Platz. Ein Erdrutschsieg mit 263 Stimmen.
Zwischen den Schichten der Zeit
Klick – Tiefenzeit. Du spazierst durch eine Landschaft, flanierst durch eine Kulisse aus Bergen und Tälern, und die Bilder, die dein Gehirn dabei…