Jung und alt

d'Lëtzebuerger Land du 17.04.2026

Elf neue Sekundarschulen sollen bis 2050 entstehen, ein Drittel davon werden internationale Lyzeen. Neben den neuen Gebäuden, die sich über das ganze Land verteilen, werden 17 bestehende Schulen renoviert oder ausgebaut, sagten die Ministerin für öffentliche Bauten Yuriko Backes und Bildungsminister Claude Meisch diese Woche. Vorgesehen sind vier neue Lyzeen im südlichen urbanen Raum, jeweils eins im Osten und der nördlichen Moselgegend, sowie eins im Ösling, in der Region Mersch, der südlichen Mosel, Steinfort und in der Hauptstadt. Schätzungen des Statec nach würden bis 2050 rund 17 000 Schüler/innen in den öffentlichen Lyzeen hinzukommen. Insgesamt fließen 3,1 Milliarden Euro in die Neubauten und Renovierungen; die genauen Standorte werden derzeit mit den Gemeinden besprochen.

Im 100,7 zeigte sich Claude Meisch zuversichtlich, das nötige Personal rekrutieren zu können. Luxemburg altert den Statistikern nach im Gegensatz zu den Nachbarländern offensichtlich weniger schnell. In Frankreich schließen regelmäßig Gymnasien – und das nicht nur im ländlichen Raum. Projektionen, die das Statec am gestrigen Donnerstag veröffentlichte, sagen ein demografisches Wachstum bis 2050 voraus; danach nimmt die Wachstumskurve leicht ab. „Le solde migratoire est déterminé en fonction de l’attractivité relative des revenus luxembourgeois par rapport aux pays voisins.“ Das pessimistischte Szenario sagt 944 000 Einwohner/innen für 2070 voraus, das optimistischste 1 067 000. Zeitgleich lieferte Eurostat Projektionen; sie sind leicht pessimistischer, was Einwanderung und Geburtenrate angeht. Beide Institute stellen fest, dass die Bevölkerung bis 2070 signifikant älter sein wird. Doch die Zuwanderung soll diese Tendenz in Schach halten, insbesondere wenn die Produktivität hochbleibe, erklärt das Statec. Die Gesamtbevölkerung der EU soll sich laut Eurostat in diesem Jahrhundert um 11,7 Prozent verringern – das wären 53 Millionen Menschen weniger.

Sarah Pepin
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