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Soziales 2 Min. Lesezeit

Und los geht’s!

„Und das soll ja nicht allzu lange dauern. Es ist ja nur eine ganz kleine Demonstration“, bemerkt der Vorsitzende der CGFP, Romain Wolff, bevor er seine Rede am Mittwoch vor der Kammer beendet. An der „symbolischen“…

Erschienen in Ausgabe Juni 2025
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„Und das soll ja nicht allzu lange dauern. Es ist ja nur eine ganz kleine Demonstration“, bemerkt der Vorsitzende der CGFP, Romain Wolff, bevor er seine Rede am Mittwoch vor der Kammer beendet. An der „symbolischen“ Mahnwache gegen die Rentenreform nehmen etwa 300 Personen teil, die der erweiterten Führung des Gewerkschaftsbundes angehören. Man hat den Eindruck, einer Pflichtübung beizuwohnen. Der Verband hatte in seinem Mitteilungsblatt „Fonction publique“ dazu aufgerufen, direkt gegenüber einer halbseitigen Werbeanzeige für „Lux Voyages CGFP“ mit dem Titel „Die Flucht ist nah“. Eine Seite weiter findet der Leser weitere Angebote von CGFP Services, angefangen bei Zusatzrenten: „Für eine sorgenfreie Pension“. Vor der kleinen, für diesen Anlass aufgebauten Bühne und umgeben von drei RTL-Kameras stehen Abgeordnete der LSAP, der Piraten und von Déi Lénk sowie zwei DP-Abgeordnete (Gilles Baum und Gusty Graas). Die CSV-Abgeordneten Marc Spautz, Charel Weiler und Claude Wiseler halten sich hingegen etwas abseits.
Romain Wolff kritisiert wiederholt die „Arroganz“ einer Regierung, die kein Mandat für eine Rentenreform erhalten habe. „Wenn sie das zu einem Top-Thema machen wollten, hätten sie das vor den Wahlen tun müssen.“ Der soziale Dialog sei nur eine Farce: „There’s no business like show business!“ “ Wolff bemüht sich, den Bruch mit der Gewerkschaftsfront zu kitten, zu deren Demonstration die CGFP zwar nicht aufgerufen hat, mit der sie sich aber „solidarisch“ zeigt: „  Wir halten niemanden davon ab, am 28. [Juni] teilzunehmen ! “. Als Nora Back am vergangenen Freitag von der Zeitung „Le Land“ zu ihren angespannten Beziehungen zur CGFP befragt wurde, versicherte sie, dass es keinen „dauerhaften Bruch“ gebe. In roten T-Shirts sind an diesem Mittwoch etwa dreißig Vollzeitbeschäftigte und Delegierte des OGBL anwesend. (Man sieht auch eine kleine Delegation von fünf Personen in grünen Jacken vom LCGB.) Romain Wolff kündigt an, dass er am 9. Juli an der Sitzung im Staatsministerium teilnehmen werde. Sollte die Regierung jedoch weiterhin „d’kaal Schëller“ an den Tag legen und nicht zu einem „echten sozialen Dialog“ zurückkehren, wäre die CGFP zu weiteren Maßnahmen bereit. Und er schließt mit dem klassischen Satz „Die Sache bleibt weiter zu verfolgen“.