Seit ich mein Studium im Fach „BTS Média Writing“ wieder aufgenommen habe, gehört künstliche Intelligenz zu meinem Alltag. Ich habe ChatGPT zu einer Zeit entdeckt, als ich noch als Tourismusmitarbeiterin in einem Museum tätig war. Ich musste einen Artikel schreiben und hatte bei einigen Formulierungen eine kleine Schreibblockade. Als ich im Internet nach Hilfe suchte, stieß ich auf dieses Tool, das ich sofort ausprobierte. Einige Wochen später, im August 2024, kündigte ich meine Stelle, um meine neue Ausbildung am Lycée Classique in Diekirch zu beginnen.
Heute nutze ich regelmäßig KI-Tools wie ChatGPT oder Grammarly, um effizient und ohne Zeitverlust zu schreiben. Da es mir leichter fällt, mich durch Bilder oder Töne auszudrücken, war das Verfassen von Texten für mich schon immer etwas schwieriger. Dank der KI gelingt es mir jedoch, meine Gedanken besser zu strukturieren, Wiederholungen zu vermeiden und meine Texte flüssiger zu gestalten. Sie hilft mir dabei, bestimmte Sätze, an denen ich hängen geblieben bin, umzuformulieren und zu korrigieren.
Ich nutze es auch, um mich besser zu organisieren. Wenn ich mehrere Hausarbeiten abgeben, Vorträge vorbereiten oder Lernstoff wiederholen muss, hilft mir die KI dabei, den Überblick zu behalten. Ich kann sie um einen Lernplan, eine Zusammenfassung des Unterrichtsstoffs oder Ideen zur Gliederung eines Artikels bitten. Das ist eine sehr effektive und unverzichtbare Hilfe, denn so fühle ich mich nicht von der Arbeitslast überfordert und erhalte einen strukturierten und ausgewogenen Rahmen.
Was mir außerdem gefällt, ist, dass ich ganz entspannt in meinem eigenen Tempo vorankommen kann. Wenn ich nicht weiterkomme, weiß ich, dass ich Fragen stellen und Ideen einbringen kann, und die KI wird mir schnell und ohne Wertung antworten. Dadurch mache ich nicht nur schneller Fortschritte, sondern stärke auch mein Selbstvertrauen und kann meine Überlegungen vertiefen. Das ist kein Schummeln, sondern ein Hilfsmittel. Denn die KI erledigt die Arbeit nicht für mich, sondern hilft mir, sie besser zu machen.
Natürlich birgt KI auch Risiken. Man sollte nicht alles glauben und vor allem die Quellen seiner Recherchen überprüfen, denn auch KI macht Fehler. Es ist unerlässlich, wachsam zu bleiben, Abstand zu gewinnen, den Text noch einmal durchzulesen und ihn an den eigenen Stil anzupassen. Es ist wichtig, einen kritischen Blick zu bewahren. Ich denke auch, dass die Schule eine unverzichtbare Rolle dabei spielt, uns den richtigen Umgang mit diesen Werkzeugen beizubringen: Man darf sie weder verbieten noch ohne Aufsicht oder Erklärungen lassen. Es ist daher unerlässlich, den goldenen Mittelweg zu finden.
Für mich, der ich nach mehreren Jahren im Berufsleben mein Studium wieder aufgenommen habe, ist die KI eine wertvolle Hilfe. Seit Anfang des Jahres stelle ich wirklich einen Unterschied fest, da ich mich wohler fühle, mich trau, mich mehr zu äußern, und spüre, dass ich mich im schriftlichen Ausdruck weiterentwickle. KI wird den persönlichen Einsatz nicht ersetzen, aber sie wird ihn effizienter machen.
Und genau deshalb finde ich, dass sie ihren Platz im Lehrplan hat, vor allem, wenn man nach einer Pause wieder ins Studium einsteigt. Wenn man sie geschickt einsetzt, kann sie wirklich den Ausschlag geben.