Wir stellen fest, dass soziale Netzwerke im Laufe der Jahre eine immer größere Rolle in unserem Leben eingenommen haben – in unseren persönlichen, geschäftlichen, beruflichen und emotionalen Beziehungen. Die meisten Kinder haben bereits Zugang zu sozialen Netzwerken wie Instagram, TikTok, Facebook und YouTube. Im Laufe der Zeit werden immer mehr Menschen von diesen Netzwerken abhängig; viele von ihnen geben an, dass sie lieber per Nachricht als persönlich kommunizieren. Laut einer Studie von eMarketer¹, einem auf Marktforschung spezialisierten Institut, kommunizierten im Jahr 2021 schätzungsweise 3,02 Milliarden Menschen mindestens einmal im Monat über soziale Netzwerke. Mit der Entstehung der sozialen Netzwerke kam die Möglichkeit, Informationen von überall auf der Welt einfach und schnell zu finden. Wir können zudem vieles schneller, einfacher und bequemer lernen.
Die Vorteile haben jedoch auch Nachteile mit sich gebracht, denn wir können beobachten, dass viele Jugendliche und Kinder süchtig nach sozialen Netzwerken sind, aber auch ihre Eltern können nicht mehr darauf verzichten. Laut der Website „Público.pt“ nutzen etwa neun von zehn 13-Jährigen soziale Netzwerke. Viele dieser Jugendlichen verbringen ihre Tage lieber in den sozialen Netzwerken als mit ihren Freunden. Das bedeutet nicht, dass wir aufhören sollten, sie zu nutzen, sondern vielmehr, dass wir verstehen müssen, dass soziale Netzwerke ein Mittel sind, um Zeit zu vertreiben, und nicht, um Zeit zu rauben.
Aber wie können wir das ändern? Ich glaube, mit etwas Mühe können wir das gemeinsam verbessern. Zunächst sollten wir unsere Handys weniger nutzen und uns ein tägliches Zeitlimit setzen. Mehr Zeit mit Menschen persönlich verbringen – aber damit das funktioniert, sollten wir das bei den Kindern vorleben, denn sie sind die Zukunft. Um diesen Gedanken zu untermauern, möchte ich ein wenig über meine Erfahrungen mit sozialen Netzwerken sprechen. Sie haben mein Selbstwertgefühl stark beeinflusst. Im September 2023 habe ich beschlossen, eine Pause von den sozialen Netzwerken einzulegen, und habe daher Instagram und TikTok deinstalliert. Ich habe sie zwei Monate lang nicht genutzt, und das war eine der besten Entscheidungen, die ich je getroffen habe. Während dieser zwei Monate ging ich jede Woche zu einem Psychologen, und dort wurde mir klar, dass nicht alles, was man in den sozialen Netzwerken sieht, der Wahrheit entspricht. Nachdem ich das verstanden hatte, habe ich mit der Erlaubnis meines Psychologen Instagram wieder installiert. Aber ich nutze es nur zwei Stunden am Tag. Und was ist das Fazit meiner Erfahrung? Habt ihr schon einmal darüber nachgedacht, dass vielleicht eure Probleme mit dem Selbstwertgefühl an den sozialen Medien liegen könnten? Oder dass eure Kinder vielleicht das gleiche Problem haben wie ich, oder vielleicht sogar ein noch größeres?
Meiner Meinung nach sind soziale Netzwerke für Kinder sehr gefährlich; viele Kinder entwickeln psychische Probleme, zum Beispiel Probleme mit dem Selbstwertgefühl oder den Wunsch, attraktiver zu sein. Kurz gesagt: Sie entwickeln den Wunsch, Dinge zu tun, die ihrem Alter nicht angemessen sind.