Ildikó Enyedi gehört seit Jahrzehnten zu den eigenständigsten Stimmen im europäischen Autorenkino. Während viele Regisseurinnen und Regisseure ihre Filme über Konflikte, dramatische Wendungen oder gesellschaftliche Zuspitzungen definieren, richtet Enyedi ihren Blick auf jene kaum wahrnehmbaren Bewegungen, die sich zwischen Menschen, Dingen und der Natur ereignen. Ihre Filme handeln von Begegnungen, doch niemals ausschließlich zwischen Figuren. Sie erzählen von den geheimen Verbindungen zwischen Körper und Seele, Traum und Wirklichkeit, Mensch und Landschaft, Erinnerung und Gegenwart. Das Sichtbare bildet in ihrem Kino stets nur die Oberfläche einer tieferen Wirklichkeit. Gerade darin liegt die unverwechselbare Kraft ihrer Arbeiten. Sie interessieren sich weniger für …
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