Poirier loves Bardot
Après un post Facebook très bonapartiste dans lequel il retirait toute la légitimité aux juges de condamner l’ex-président français Nicolas Sarkozy (lire d’Land du 24 octobre dernier), le politologue Philippe Poirier (photo: sb), assistant-professeur à l’Uni.lu et titulaire de la chaire de recherche en études parlementaires (financée par la Chambre des députés), a de nouveau publié mardi dernier un message très engagé à l’occasion du décès de Brigitte Bardot. Associant l’actrice cinq fois condamnée pour propos racistes ou xénophobes à Alain Delon, autre personnalité qui n’a pas fait mystère de sa proximité avec l’extrême droite, pour glorifier une France d’antan, il utilise un champ lexical et des références tout droit tirés du catalogue nationaliste : glorification du corps (blanc) en usant des mythologies antiques et des sculpteurs de la Renaissance (« esthétique digne des statues grecques et romaines, de celles de Michel-Ange ou de Raphaël »), incarnation héroïque de la nation (« une présence au monde, une intensité vitale, une liberté indomptée », « ils ont porté l’impertinence, la liberté, la force et cette intelligence, celle qui n’est accordée qu’à quelques-uns ») et pour finir mythe de l’âge d’or perdu comparé à la décadence actuelle avec un appel à une régénération (« L’âge d’or ne revient pas par miracle : il renaît lorsque nous le décidons »).
Contacté par le Land, l’historien Vincent Artuso estime qu’avec ce post, Poirier « célèbre à minima la France de de Gaulle et des guerres coloniales, celle d’avant le regroupement familial ». Il relève l’expression d’un souverainisme très actuel, qui réclame une alliance des droites à même de guérir de la France de ses maux, « quitte à s’allier avec les fascistes. » S’il se refuse de voir en cette publication un manifeste extrémiste, Artuso y voit « l’expression d’une droite traditionnelle, bourgeoise et éduquée qui glisse vers l’extrême droite sans s’en rendre compte et qui, très probablement, s’en défendrait même. » Un aveuglement et une surestimation de soi portés par « un racisme raisonnable, respectable et légitimé culturellement. » en
Aus der Grauzone
Für umweltmedizinische Behandlungen sollen zwei Arzt-Tarife eingeführt werden, der eine zu 439 Euro beim aktuellen Indexstand, der andere zu 184 Euro. Die großherzogliche Verordnung, deren Entwurf um Instanzewee ist, würde die Umweltmedizin ein Vierteljahrhundert, nachdem der damalige DP-Gesundheitsminister Carlo Wagner sie angeschoben hatte, ein Stück aus der Grauzone holen. An den 2001 und 2002 auf Wagners Betreiben hin angebotenen Weiterbildungen mit Zertifikat nahmen 25 Ärzt/innen teil. Die zertifizierte Disziplin aber war offiziell nicht anerkannt. Sie ist es bis heute nicht, weil es in der EU keine einheitliche Definition für sie gibt. Da den 25 Ausgebildeten das Arbeiten ermöglicht werden musste, sahen Politik, CNS und Collège médical darüber hinweg, dass Umweltmediziner/innen ihre Leistungen privat abrechneten; die Patient/innen unterschrieben dafür.
Die neuen Tarife sind so hoch, weil umweltmedizinische Konsultationen Stunden dauern können. Der höhere Tarif ist für die „initiale“ Konsultation vorgesehen, der kleinere für einen „suivi“. Allerdings sollen sie dem Service national am Südklinikum CHEM vorbehalten sein. Ihn einzurichten, hatte 2019 der damalige LSAP-Gesundheitsminister Etienne Schneider entschieden, weil 2018 der nationale Dienst in die Spitalplanung aufgenommen wurde. Dadurch kommt die CNS trotz Finanznot nicht umhin, für Umweltmedizin zu zahlen. Im Ausland fällt sie unter Privatmedizin. Die Regierung rechnet mit einer Zusatzausgabe für die CNS von 167 723 Euro dieses Jahr, wie sie auf diesen Betrag kam, präzisiert sie nicht. Abzuwarten bleibt, ob von den unter Carlo Wagner 25 zertifizierten Umweltmediziner/innen noch jemand praktiziert und Anspruch auf den Tarif erhebt. Wollte die Regierung ihren Ankündigungen treu bleiben, müsste sie das Angebot baussent de Spideeler auch in der Umweltmedizin pflegen. Was natürlich einen Kostenpunkt hätte (Foto: sb). pf
Stress durch KI
Der Internationale Währungsfonds (IWF) rät Luxemburg, in Modellierungen über die Entwicklung der Beschäftigung „Stresstests“ einzubauen, die den möglichen Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz Rechnung tragen. Das würde langfristige Projektionen zum Rentensystem verbessern, so der IWF in einem Bericht zu den Luxemburger Renten. Er hält das für umso nötiger, als ein im Vergleich zu früher niedriges Beschäftigungswachstum womöglich die „neue Norm“ darstelle. Zwar könne Luxemburg wegen der Struktur seiner Wirtschaft Produktivitätsgewinne aus KI ziehen. Die Auswirkungen auf die Beschäftigung aber wären wahrscheinlich von Sektor zu Sektor „ungleichmäßig“. Der IWF führte seine Recherchen Anfang Juli durch. Den Bericht publizierte die IGSS kurz vor Weihnachten auf ihrer Internetseite. pf
Chinamilch
China verhängte Ende Dezember 2023 Strafzölle von bis zu 43 Prozent auf EU-Milchprodukte als Vergeltung für EU-Zölle auf chinesische Elektroautos. Luxlait exportiert nicht nach China und ist daher nicht direkt betroffen, aber gilt dies auch für Arla-Lieferanten? Alain Schaack, Mitglied im lokalen Arla-Vorstand, verneint auf Nachfrage. Arla habe sich mittlerweile aus dem chinesischen Markt zurückgezogen. Der Präsident der Bauernzentrale Christian Wester bedauert seinerseits: „Der Druck auf die Preise wird europaweit zunehmen, da andere große Molkereien nicht mehr nach China exportieren können.“ Laut Agrarheute exportieren vor allem Friesland-Campina aus den Niederlanden und Belgien, Elvir aus Frankreich sowie Sterilgarda aus Italien nach China. Die EU-Kommission ließ über ihren Sprecher ausrichten, dass es sich um eine „sehr schlechte Entwicklung“ in den Beziehungen zu China handele. sm
Éditions d’Letzeburger Land
En conformité avec l’article 66 de la loi du 8 juin 2004 sur la liberté d’expression dans les médias, les Éditions d’Letzeburger Land s.à r.l. informent leurs lecteurs de la structure de leur capital et de leur administration.
Actionnariat : Fondation d’Letzeburger Land (100 pour cent) ;
Conseil d’administration : Stephan Kinsch, président, Georges Bock, Cynthia Kinsch, Maria Pietrangeli, administrateurs ;
Gestion journalière : Antoine Hron, gérant.