Blog du 19 decembre 2025

d'Lëtzebuerger Land du 19.12.2025

Wort gehalten

Der Regierungsrat nahm am Mittwoch den Gesetzentwurf über Handelsgesellschaften an, deren Gründung künftig Ärztinnen, Psychotherapeuten und Tierärztinnen möglich sein soll. CSV-Gesundheits- und Sozialministerin Martine Deprez löste damit ihr Versprechen gegenüber dem Ärzteverband AMMD ein. Die Regierung teilte nach der Kabinettsitzung mit, in den Gesellschaften bleibe die berufliche Unabhängigkeit gewahrt, die Beteiligung von Finanziers am Kapital werde ausgeschlossen. pf
Kartoffeln und Grippe

Die DP-Abgeordneten André Bauler und Luc Emering erkundigten sich in einer parlamentarischen Anfrage, ob das Gerücht stimme, dass einige Hektar Kartoffeln „in unseren Ardennen“ wegen einer Überproduktion „zerstört“ würden. Auf den Fragenkatalog antwortete die Landwirtschaftsministerin diese Woche kurz und knapp: „Ich kann diese Informationen nicht bestätigen.“ Eine konkrete Zahl konnte Hansen (CSV) allerdings auf eine Nachfrage der LSAP-Abgeordneten Claire Delcourt und Mars Di Bartolomeo nennen: Bis zum 11. Dezember wurden 17 Graukraniche identifiziert, die mit der Vogelgrippe infiziert waren. sm

Kersch précise

Réagissant à l’article « Conseil d’ami » publié la semaine dernière, l’ancien vice-premier ministre socialiste Dan Kersch, reconverti dans le conseil, indique au Land avoir conseillé à natur&ëmwelt « de créer un accord-cadre commun pour les trois entités (asbl natur&ëmwelt, Fondation natur&ëmwelt et Centre de soins pour la faune sauvage) et ensuite de créer un contrat collectif propre à chaque entité ». Les témoins contactés avaient évoqué le remplacement de la convention collective actuelle par trois accords-cadres. Outre apporter davantage de « sécurité juridique », le but est finalement le même : « permettre à l’entité qui peut se le permettre (la fondation, seule à être bénéficiaire, ndlr) d’augmenter les salaires », sans avoir à le faire pour les deux autres. EN

Früher ritten sie

„Bataillon binational des guides-chasseurs luxembourgeois“ soll das gemeinsame Bataillon mit Belgien zur Aufklärung heißen, so der Generalstab der Armee. Historisch waren guides-chasseurs in Belgien und Luxemburg leichte Kavallerieeinheiten, die vor allem zur Aufklärung dienten. An die „gemeinsamen Werte“ aus der Vergangenheit soll laut Armee der Name des Bataillons erinnern. Eine diskriminierende Note kann in dem Namen vermuten, wer bedenkt, dass im heutigen Luxemburg Guiden weibliche Pfadfinder sind. Aber so meint die Armee das vermutlich nicht. pf

Hinein und hinaus

Durch die Beschäftigung von Grenzpendler/innen flossen vergangenes Jahr aus Luxemburg 8,6 Milliarden Euro nach Frankreich und je 4,2 Milliarden nach Belgien und nach Deutschland. Das geht aus einer Analyse von Eurostat hervor. Sie hat die Flüsse von Arbeitsentgelten innerhalb der EU und zwischen der EU und Drittstaaten untersucht, sowie persönliche Transfers aus und in die EU (etwa von Zugewanderten in ihre Herkunftsländer). Die rund 17 Milliarden Euro Arbeitsentgelte aus Luxemburg sind der größte Abfluss aus einem EU-Land in andere EU-Länder in dieser Kategorie. Gefolgt von den Niederlanden: 14,5 Milliarden gingen von dort an Arbeitnehmer/innen aus Belgien, Deutschland, Polen, Rumänien und Bulgarien. Nach Luxemburg gelangten voriges Jahr 2,1 Milliarden Euro aus Arbeitseinkommen im EU-Ausland. Der größte Teil davon (1,9 Milliarden) stammte aber aus Gehältern der hier ansässigen EU-Institutionen. Belgien bezog über die Institutionen in Brüssel 5,2 Milliarden Euro aus dem „EU-Ausland“. 53 Millionen Euro gingen aus Luxemburg in Drittstaaten, als Transfers wie als Arbeitsentgelte. Das ist der kleinste Betrag aller EU-Länder in der Statistik. Am meisten flossen aus Frankreich (13 Milliarden) und Spanien (elf Milliarden) in Drittländer, darunter 3,4 Milliarden Euro persönlicher Transfers aus Frankreich nach Marokko. pf

Boni für Uni

Das Hochschulministerium zahlte 2024 und 2025 einen Gesamtbeitrag von 18 Millionen Euro an „Bonus institutionnel“ aus. Davon gingen in beiden Jahren jeweils um die fünf Millionen an die Universität, über zwei Millionen an das Forschungsinstitut List und jeweils knapp eine halbe Million an das Liser. So ging es diese Woche aus einer Antwort von DP-Ministerin Stéphanie Obertin hervor. Pirat Sven Clement wollte von ihr wissen, welche öffentlichen Einrichtungen und Groupements d’Intérêt Economique (GIE) Mittel aus diesem Bonus-Budgetposten erhielten und in welcher Höhe die jeweiligen Beträge für jeden Empfänger lagen. Obertin präzisierte zudem, dass dieser Bonus performancebasiert verteilt werde und nicht vorab festgesetzt sei: „Die Institutionen, die im hochkompetitiven Forschungsrahmen- programm der Europäischen Union besonders erfolgreich sind und es schaffen, mehr EU-Forschungsmittel nach Luxemburg zu holen, bekommen auch einen größeren Teil des Bonus.“ sm

Mal eine Einigung

Kinesitherapeutenverband ALK und CNS einigten sich in einer Schlichtung über die geldwerte Anpassung (lettre-clé) der Kiné-Tarife. Die ALK war neben dem Ärzteverband AMMD der einige Dienstleisterverband, der sich mit der CNS nicht über die, wegen des bei der Kasse knappen Geldes gekürzte, lettre-clé einig wurde und in die Schlichtung ging. Die Schlichtung mit der AMMD scheiterte, die AMMD kündigte Ende Oktober die Konventionen der Ärzte und Zahnärztinnen. pf

Errata

Der steuerrechtliche Teil der Pensionsreform kommt nicht erst Anfang nächsten Jahres zur Abstimmmung, sondern stand am gestrigen Donnerstag auf der Kammer-Tagesordnung. Das wurde möglich durch eine Zusatzsitzung des Staatsrats, in der dieser vorigen Donnerstag den Entwurf von CSV-Finanzminister Gilles Roth begutachtete.

Guy Urbany, membre du CA de natur&ëmwelt, n’est pas l’élu Déi Gréng walferdangeois, mais son homonyme bettembourgeois, ancien conseiller économique de la commune.

À nos lecteurs

Le Land 51/25 de cette semaine est le dernier de l’année. Nos bureaux resteront fermés la semaine prochaine. Le premier numéro de l’année 2026 sera disponible en kiosques et sur les applications le vendredi 2 janvier. Toute l’équipe souhaite à ses lecteurs, collaborateurs et fournisseurs de bonnes fêtes de Noël et de fin d’année.

Peter Feist
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