Dieses Abenteuer begann im Jahr 2004, als zwei in Luxemburg lebende senegalesische Schwestern beschlossen, die Frauen ihres Heimatlandes zu unterstützen. Mikrokredite ermöglichten es den Frauen dort, sich selbst zu finanzieren, und den Frauen hier, sie zu unterstützen, indem sie Produkte aus einem aus Afrika gelieferten Rohstoff herstellten: dem Hibiskus. Heute werden die Produkte immer vielfältiger und zahlreicher, und die anstehenden Projekte erfordern mehr Finanzmittel. Ein Überblick
Als Irdelle Lagnide, die aus dem Senegal stammt und seit Jahrzehnten im Großherzogtum lebt, begann, Frauen aus ihrem Heimatland zu unterstützen, ging es ihr in erster Linie darum, ihnen zu wirtschaftlicher Unabhängigkeit und damit ganz einfach zu Freiheit zu verhelfen. Dank der finanziellen Unterstützung durch einen Mikrokredit, der es ihnen ermöglichte, Hibiskussamen anzupflanzen, bewirtschaften sie seit über 17 Jahren die Felder, pflücken die Blüten und trocknen sie in der Sonne. Wenn man die getrockneten Blüten aufgießt, ergibt sich ein köstlicher roter Kräutertee, der dort „Bissap“ genannt wird. Als Irdelle feststellte, dass sich der angenehm säuerliche Geschmack des Hibiskus gut für die Verarbeitung zu anderen Produkten eignet, stiegen ihre Bestellungen. Mit Hilfe ihrer Schwester verwandelte sie ihr Hobby in ein kleines Unternehmen, das großen Wert darauf legt, hochwertige Produkte zu entwickeln, die Geschmack und Natur vereinen. Nach den getrockneten Blüten in Beuteln kamen ungesüßte Konzentrate, Konfitüren und Sirup zum Sortiment hinzu. Die Qualität und der anregende Geschmack der Blüten fanden großen Anklang, zumal ihnen pharmakodynamische Eigenschaften zugeschrieben werden, die dem Schutz der Blutgefäße zuträglich sind. So regt der Kelch des Hibiskus die Verdauungssekretion an, und sein Gehalt an Anthocyanosidolen verleiht ihm eine gefäßschützende Wirkung.
Die Geschichte von Iridelle endet hier jedoch noch nicht. Es folgen Kooperationen mit anderen Häusern, darunter nicht zuletzt die Zusammenarbeit mit Philippe Chatelain, „Meilleur Ouvrier de France“ im Bereich Konditorei und Confiserie, der lange Zeit die berühmte Pariser Konditorei Stohrer leitete, bevor er sich als unabhängiger Berater selbstständig machte. Aus dieser Zusammenarbeit entstehen Fruchtpasten mit Hibiskus. In diesem Sinne ist auch eine Zusammenarbeit mit der jungen Chocolatière Lola Valerius aus Esch geplant, die die Blüte mit ihrer Schokolade überziehen soll. Ebenfalls im Bereich der Süßwaren gibt es eine weitere Köstlichkeit, die gemeinsam mit dem Haus Kaempff-Kohler entwickelt wurde: Ein Macaron mit Birne und Hibiskus hat Einzug in das Sortiment gehalten.
Zusammen mit der Brennerei Difrulux in Breidweiler hat das Team einen Likör entwickelt, der in Kombination mit einem guten Crémant eine willkommene und weniger süße Alternative zum allgegenwärtigen Aperol Spritz bietet. Das auf afrikanische Kunst und Objekte spezialisierte Geschäft Saladany in Esch, das alle Produkte des Hauses in seinen Regalen führt, hat sich übrigens bei einer kürzlich stattgefundenen Veranstaltung dafür entschieden, diese Mischung unter dem Namen „Hibiscus Flower Power“ an seine Gäste auszuschenken. Im Supermarkt des City Concorde in Bertrange, wo einige Produkte der Marke erhältlich sind, hat der Likör seinen Platz neben den Schaumweinen gefunden.
Die neueste Kreation von Irdelle Lagnide, erneut in Zusammenarbeit mit Difrulux: der Gin „Badass Queen“, der sich seinen Namen angesichts seines Alkoholgehalts redlich verdient hat. Auch hier verströmt er diesen erfrischenden, spritzigen Duft der Hibiskusblüte, der gut zu einem passenden Tonic passt. Wer diesen Gin oder den Likör in seinen verschiedenen Varianten probieren möchte, kann im Bistrot de Bonnevoie vorbeischauen, wo Kaffeeliebhaber Gaby antreffen, die früher im gemütlichen Books&Beans an der Avenue de la Liberté den besten Arabica servierte. Gaby mischt den alkoholhaltigen Hibiskus gerne mit Sekt und anderen kohlensäurehaltigen Getränken, damit jeder Gast seine ideale Mischung findet. Auf Wunsch des Gastes werden zusätzlich afrikanische Grill-Spezialitäten serviert.
Irdelle Lagnide hat somit bereits eine recht breite Produktpalette entwickelt, und die Mitarbeiterinnen im Senegal können dadurch ihr Einkommen steigern. Doch wie bei jeder Unterstützung für bedürftige Länder bleibt die Lage weiterhin prekär, und der Ausbau der Kooperationen ist ein weiterer Baustein für die Stabilität des sozialen Gefüges. Für Ideen oder Unterstützungsangebote sind die beiden Schwestern offen für Gespräche.
Sparkling Hibiscus
In ein Sektglas gießen
3 cl Hibiskusblütensirup
1 Teelöffel Limettensaft
10 cl Crémant brut
Eine in Bio-Rohrzuckersirup von I. Lagnide kandierte Hibiskusblüte hinzufügen
Informationen und Online-Verkauf : ilagnide.com