Nationale Wirtschaft 12 Min. Lesezeit

Nach Pisa kommt die schwierigere Frage

Luxemburg verfügt über viele Daten zu Bildung und Arbeit. Entscheidend ist, welche Förderung junge Menschen erreicht – und was sie bewirkt

Erschienen in Ausgabe 11 September 2026
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Uni-Campus Belval © Sven Becker

Luxemburg bereitet seine Schulen auf künstliche Intelligenz vor. Zugleich verliert es beim Lesen und Rechnen an Boden. Im internationalen OECD-Vergleichstest Pisa erreichen 37 Prozent der getesteten Fünfzehnjährigen in Mathematik das Mindestniveau nicht. Beim Lesen sind es 38 Prozent. Technischer Fortschritt macht diese Grundlagen nicht entbehrlich. Das Bildungsministerium benennt die schlechten Ergebnisse. Es verweist auf den internationalen Rückgang, den Einfluss von Smartphones und die sprachlichen Herausforderungen Luxemburgs. Zugleich wertet es die besseren Befunde beim computergestützten Problemlösen und den schwächeren Zusammenhang zwischen Migrationshintergrund und Leistung als Bestätigung seiner Reformen. Darin liegt eine auffällige Asymmetrie. Gesellschaftliche Entwicklungen sollen die Rückschritte erklären, politische Maßnahmen …

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