Gesellschaftspolitik 6 Min. Lesezeit

Weckruf

Die desaströsen Resultate der Pisa-Studie spiegeln der Gesellschaft all das, was schiefläuft. Eine politische Stellschraube ist die Unterrichtskultur

Erschienen in Ausgabe 11 September 2026
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Weckruf
Rund 6 000 15- und 16-Jährige wurden im Frühjahr 2025 getestet © Sven Becker

Vor 25 Jahren trat er zum ersten Mal ein, der „Pisa-Schock“. Die erste Teilnahme Luxemburgs an der internationalen Studie, die Kompetenzen 15-Jähriger in Mathematik, Naturwissenschaften und Leseverständnis testet und international miteinander vergleicht, erschütterte die Bildungslandschaft. Wie konnten die Resultate nur so niederschmetternd sein? Es muss an den Sprachen liegen, meinten die einen. Nicht alle hätten die Fragestellungen in ihrer Muttersprache oder einer Sprache beantworten können, die sie ausreichend beherrschten. Die Jugendlichen würden dümmer, meinten die anderen. Bildungsungerechtigkeit war bereits damals deutlich ausgeprägt. Heute, ein Vierteljahrhundert später, steht die Luxemburger Gesellschaft vor dem schlechtesten Ergebnis, das bisher erzielt wurde – obwohl …

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