„Eine Nation begann sich selbst zu feiern“, so beschrieb der Historiker Marc Schoentgen den Prozess des Gedenkens und Erinnerns, der kurz nach der Befreiung Luxemburgs einsetzte. Öffentlich wirksam vermittelt wurde dabei das Bild einer kleinen „nation unie“, die sich geschlossen gegen den großen Besatzer widersetzt hatte. Schnell traten jedoch Spannungen zwischen den einzelnen Opfergruppen zutage. Vor allem die Zwangsrekrutierten, also jene, die infolge der Einführung der Wehrpflicht in Luxemburg im August 1942 als Teil der Wehrmacht an der Front kämpfen mussten, drückten lautstark ihren Unmut aus. Mit schätzungsweise 15 500 Einberufenen, von denen sich 3 500 dem Wehrdienst entzogen, und …
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