Bildende Kunst 7 Min. Lesezeit

Porzellan als Schlachtfeld

Mit „White Shadows“ thematisiert Julia Beliaeva den Krieg, der ihr Land, die Ukraine, erschüttert

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Der Mythos von Atlas aus weiblicher Perspektive neu interpretiert © KM

Es gibt Materialien, die nicht dazu geschaffen zu sein scheinen, vom Krieg zu erzählen. Porzellan gehört dazu; es ist zu weiß und zu glatt, ja sogar zu häuslich – es erinnert an die Vitrinen bürgerlicher Wohnzimmer und an die Teeservices, die in den Geschirrschränken vor sich hin schlummern. Julia Beliaeva verwandelt diese scheinbare Ungeeignetheit in eine echte Stärke in „White Shadows“, ihrer ersten Einzelausstellung in Luxemburg, die in der Konschthal präsentiert wird. Die junge Künstlerin zeigt eine Reihe von Skulpturen, bei denen die Zerbrechlichkeit des Materials zum eigentlichen Thema des Werks wird, denn das, was zerbricht, erzählt besser als alles …

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